11. Aug, 2015

Zu kurze Lebensspanne

Das Kardinalproblem meines Daseins ist die allzu kurze Lebensspanne des Homo sapiens. Umso mehr, weil ich gerade das achtzigste Lebensjahr vollendet habe. Eine Phase, in der die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint. Ist nicht gerade eben erst Sylvester gefeiert wurden? Schaut man aber auf den Kalender zeigt er schon den Monat August und das baldige Ende des Sommers an. Wo sind die Tage bloß geblieben? Obwohl ich ein sehr abwechslungsreiches Leben geführt habe, reicht mir das noch lange nicht aus und provoziert die ständige Frage: " Soll das schon alles gewesen sein?" Einerseits halte ich mich deshalb körperlich und geistig fit: Als ehemals guter Läufer jogge ich fünfmal in der Woche zwischen 8-15 Kilometer bei Wind und Wetter. Allerdings in einem sehr geruhsamen Tempo, was den genussvollen Vorteil hat, dass sich die gut gebauten an mir vorbeisausenden schnellen jungen Frauen von hinten bewundern lassen. Wie aus dieser Website zu ersehen bewegen mich neue Buchpläne, an denen ich täglich arbeite. Meine beste Schaffensperiode sind die Vormittagsstunden von 8-11 Uhr. Für unbedingt erfordererliche Adrenalinstöße sorgen gelegentliche Lese-Gesangsabende, die meist die Gewissheit vermitteln, dass mein Art zu schreiben gut ankommt. Übrigens bin ich früher in Kurorten auch mit einem Vortrag unter dem Titel " Alt wie Methusalem und dabei ewig jung wie Adonis"  erfolgreich aufgetreten.