Mit 100 DM nach Persien und lebendig zurück

 

Bookrix-Verlag

1,99 Euro

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Dieses Ende 2015 veröffentlichte Buch beschreibt,wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass aus einem biederen DDR-Bürger ein Globetrotter wurde, der bis zu seinem 50. Lebensjahr nie länger als drei Jahre hintereinander in der gleichen Stadt lebte.

 

Mit 100 DM nach Persien und lebendig zurück

-Zwei Ossis in Nahost-

 

Expose`

Der Virus Fernweh befällt zur Urlaubszeit nahezu jeden Deutschen.Im Zeitalter des Tourismus allerdings hat das mit wahrem Abenteuer nur noch sehr wenig zu tun.Wird doch in unserer heutigen Zeit auch die Reise in den entferntesten Winkel unseres blauen Planeten bis auf drei Stellen hinter dem Komma überorganisiert. Deshalb bleibt dem aussterbenden Spezies "Globetrotter" lediglich wehmütige Rückerinnerung.Umso mehr, wenn zwei derartige ökonomische Weltenbummler eingesperrt in der ehemaligen DDR leben mussten. Im von der Bundesrepublik stets als " Zone" abgewertetem Machtbereich des mit sächselnder Kastratenstimme den Sozialismus aufbauen wollenden Walter Ulbricht war während der 50er Jahre schon ein Urlaubsplatz auf der begehrten Insel Rügen Gipfel der Seligkeit. Ausalndreisen gar für den Normalsterblichen ebenso undenbar wie der Erwerb eines Autos ohne jahrelange Wartezeiten.        Bis zum Bau der Mauer am 13. August 1961 existierte aber über Westberlin ein Schlupfloch in die Freiheit, was viele Menschen zur Flucht in den "Goldenen Westen" ausnutzten. Mein Freund Günter und ich hatten nicht vor, für immer abzuhauen, sondern wollen nur von einer sensationell verlockenden Möglichkeit Gebrauch machen. Gewährten die Behörden Niedersachsens doch Besuchern aus dem anderen Teil Deutschlands für drei Monate einen provisorischen Reisepass der Bundesrepublik Deutschland: den Freibrief ins ganz große Reiseerlebnis!                                                                      Das begehrte Dokument stolz betrachtend schworen wir uns, diese einmalige Chance bis zur Neige auszukosten und kühn in orientalische Gefilde aus 1001 Nacht vorzudringen. Kleiner Haken: Günter, der gerade eine Lehre als Elektriker beendet hatte, noch ohne Anstellung, und ich, ein exmatrikulierter Student, waren arm wie eine Kirchenmaus. Nach dem Umtausch unserer lächerlichen Ersparnisse in die erforderliche, frei konvertierbare DM West nannten wir ganze 100 Mark unser eigen. Eine Summe, welche wirtschaftwunderlichen Ehepaaren nicht einmal für ein Abendmahl in einem guten Restaurant gereicht hätte. Das hinderte uns jedoch nicht daran, am Straßenrand von Hannover mit der typischen Geste die Daumen zu heben, um per Anhalter Kilometer umm Kilometer in die erträumte Richtung zu machen...                                        

Unser Karma ließ verwegene Träume tatsächlich Wirklichkeit werden, was die Schilderung dieses abenteuerlichen Trips ungemein fesselnd beschreibt.                                    

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