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29. Jan, 2016

Ilka Cohen

Der Titel macht neugierig. Bin ich doch in ähnlichem Alter wie der Autor oft mit vergleichbar geringen Mitteln aufgebrochen. Freilich waren das Ostmark und die Grenzen der Exotik waren schon in Bulgarien erreicht – keine Schlupflöcher mehr in den Rest
der großen weiten Welt außerhalb des Ostblocks 25 Jahre später. Das macht das Buch abenteuerliche und fesselnde Reise in ferne Länder wie auch in ferne Zeiten. Schon der Zirkus ist ein kleines Abenteuer und die ersten Trampererfahrungen noch in Deutschland.
Das Fremde entfaltet sich langsam. Jede Grenze scheint nur ein willkürlicher Schlagbaum, doch mit jeder, die überschritten wird, werden Kultur und Landschaften weniger deutsch, europäisch, vertraut. Der Autor und sein Freund sind anfangs völlig unerfahren
und außerhalb ihres Elements. Aber sie lernen schnell. Was sie in den 3 Monaten ihrer Reise an offiziellen Sehenswürdigkeiten auf Grund des ständigen Existenzkampfes verpassen, wird mehr als kompensiert über die Einsichten in Land und Leute, aber auch in ihre
eigenen Stärken und Grenzen. Für mich besonders eindrucksvoll war die Gastfreundschaft, die zwei deutschen Habenichtsen da überall begegnete. Etwas, was man nicht genug betonen kann angesichts der vielen weit unglücklicheren und durch Krieg und Elend gezwungenen
Habenichtse aus dem Orient, die derzeit in Europa eintreffen. Ihnen nicht in gleichem Umfang zu helfen, wäre beschämend, und in der Hinsicht hat diese Reiseerinnerung einen sehr aktuellen Bezug für mich.