Ich möchte auf  mein soeben veröffentlichtes E-Book in aus zwei Gründen besonders hinweisen.

  1. Es basiert auf meinem ersten Buch „ Harem, Hindu, Heiland“ aus dem Jahre 1966, dessen  Erscheinen bei einem kleinen Berliner Verlag unter einem besonders ungünstigen Stern stand. Es war sowohl wegen seiner Gestaltung in ungewöhnlichem  Querformat und einem Druck, der wie mit einer Kinderschreibmaschine getippt anmutete, in der damaligen Zeit kaum an den Mann zu bringen. Umso weniger, weil das Lektorat völlig unzureichend war und vor harschen Sinnentstellungen barst. Zudem war auch noch der Preis unangemessen hoch. Obwohl das originelle Reiseabenteuer inhaltlich und vom Stil her, bei denjenigen, die es trotzdem gekauft und gelesen haben, großen Anklang fand, wurde es bald verramscht. Da ich aber auch noch viele Jahre später immer wieder nach meinem Erstling gefragt wurde, der aber auch bei Amazon nicht mehr gekauft werden konnte, entschloss ich mich es als E-Book unter  dem Titel „Von Berlin nach Bombay“ herauszubringen und es bei Amazon und anderen One-line Shops anzubieten. Leider entsprach auch diese Ausgabe nicht dem erwünschten Niveau. Deshalb zog ich das digitale Produkt leider etwas zu spät wieder zurück.

  2. Jetzt habe ich es gründlich überarbeitet, mit Bildern illustriert und bringe " Von Berlin nach Bombay" 2016 aus aktuellem, sehr wichtigem Anlass doch wieder heraus. Meine Reisegefährten und ich erlebten gerade in den heutzutage schwer heimgesuchten Nahost- Ländern Syrien und Irak eine derart einmalige Gastfreundschaft wie sie für einen normalen Mitteleuropäer unvorstellbar ist. Umso mehr beschämt es mich, dass von furchtbarem Krieg und Verfolgung traumatisierten Flüchtlingen in der ganzen EU allzu oft unverhüllte Abneigung entgegen gebracht wird, die selbst vor krimineller Aggression nicht zurückschreckt

Von Berlin nach Bombay

 

Von Berlin nach Bombay

Bookrix-Verlag

1,99 Euro

Erhältlich in allen E-Book-Shops wie Amazon

 

 

Dichtung und Wahrheit, aber nicht von Goethe

 

Deutschlands unsterblicher Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe hatte einst die Begrenztheit des menschlichen Erinnerungsvermögens scharfsinnig erkannt und seinen berühmten Kindheits-und Jugenderinnerungen den Titel  „Dichtung und Wahrheit“ gegeben, denn beides ist im Rückblick kaum noch zu unterscheiden. In autobiografischen Werken wird folglich eine Art höherer Realität serviert, ohne das gleich auf  den Spuren eines echten Münchhausen gewandelt werden muss. Das könnte allzu unbestechliche Experten, bei denen jedes historische oder politische Detail humorlos exakt bis auf drei Stellen hinter dem Komma objektiv zu stimmen hat, heftig protestieren lassen. Dieses Risiko gehe ich in diesem ersten, in sich abgeschlossen Teil meiner chronologisch aneinandergereihten  Erinnerungen und Schilderungen von Augenzeugen zwischen 1935 bis 1959 unbedenklich ein, weil so das Geschriebene für den Leser fesselnder und fantasievoller gestaltet werden soll. Dieses Buch sprengt den Rahmen einer persönlichen Autobiografie, denn es behandelt gesellschaftliche und politische Ereignisse des beschriebenen Zeitraums in Beziehung zum Autor gesetzt. Um nur einige Beispiele anzuführen:    Meine Erlebnisse während des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 in Magdeburg, wo ich nur knapp einer Verhaftung entging. Ein Jahr als Volontär in der größten Sporttageszeitung der DDR „ Deutsches Sport-Echo. Abgebrochenes Studium an der Journalistik-Fakultät der Universität Leipzig. Einer meiner Dozenten war der Schriftsteller Reiner Kunze. Zu den mit mir Studierenden zählten die später mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete Helga Novak und Birgit Klump, die in ihrem erfolgreichen Buch „Das Rote Kloster“ nach 18 Jahren Schweigen schonungslos über eine Erziehung in der journalistischen Kaderschmiede des anderen Deutschland berichtete. Mein Stiefvater Wilhelm Jahr war Staatstrainer der DDR im Wintersport. Sein Chef  Manfred Ewald, der umstrittene entscheidende Organisator des „DDR-Sportwunders“,  von 1952-1960 Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport, ab 1961 Präsident des DTSB. (Deutscher Turn-und Sportfunk). Als Staatstrainer hatte mein Vater auch persönlichen Kontakt mit dem mächtigsten Mann in Ostdeutschland  Walter Ulbricht.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Kaethner

Dichtung und Wahheit, aber nicht von Goethe

Autobiografie

AAVAA-Verlag

Buch: 11,95 Euro

E-Book: 6,95 Euro.

Ab Mitte Januar 2017 in allen Internet-Shops wie Amazon